Am Sonntag, dem 07.05.2023 ist die Venus in das Tierkreiszeichen Krebs gewechselt. Daran wurde ich auch beim Hören von Alexander von Schlieffens letzter Podcast-Folge erinnert.
Er beschreibt die Venus im Krebs als das Fürsorgliche im Weiblichen, das Mütterliche oder ästhetisch gesehen als das Vollweib.
In Hinsicht auf die Ästhetik spricht er vom weiblichen Archetypus in der Erdepoche, der durch verzerrte Schönheitsideale bis hin zu Essstörungen, in unserer heutigen Zeit ganz schön unter die Räder gekommen ist.
Dieser Teil seines Podcasts hat mich nun gedanklich durch die letzten Tage begleitet.
Mit meinem Waage Aszendent, dessen Herrscher die Venus ist, welche bei mir im Krebs steht kann sich der Astrologie-Bewanderte vielleicht meine körperliche Erscheinung vorstellen. Für diejenigen, die jetzt nur Bahnhof verstehen anders ausgedrückt, ich bin nicht gerade das schlanke, vielleicht fast schon androgyne Idealbild der heutigen Vorstellung von der optisch perfekten Frau.
Mein Leben lang kämpfe ich mit Rundungen, einer sehr weiblichen Form und unerwünschten Pölsterchen (welche sich durch meine Schwangerschaften nicht gerade zum Besseren verändert haben).
In einem meiner Artikel hatte ich davon geschrieben, wie mir die Astrologie geholfen hat, zu lernen mich und meine Eigenheiten so anzunehmen und zu akzeptieren wie sie nun mal sind.
Tatsächlich aber hadere ich phasenweise in optischer Hinsicht immer wieder sehr mit mir. Dabei ist auch hier in meinem Horoskop ein eindeutiger Hinweis auf mein körperliches Erscheinungsbild.
Der Waage Aszendent sorgt zwar „waagemäßig“ für ausgeglichene Proportionen, aber die Venus in Krebs kann ja gar nicht anders als sehr weiblich und mütterlich zu erscheinen.
Dieses Wissen verändert meine Figur zwar nicht, aber es hilft mir dabei meinen Körper so anzunehmen, wie er nun mal ist. Ich spreche jetzt nicht davon plötzlich unkontrolliert alles in mich hinein zu stopfen weil ich ja sowieso nie ganz schlank sein werde, sondern freundlicher mit mir selber umzugehen. Vielleicht sogar das Anfreunden mit meiner eben sehr weiblichen Shilouette. Denn sind wir nicht immer selbst unser größter Kritiker?
In den Worten von RuPaul:
If you don‘t love yourself, how in the hell you gonna love somebody else?
Mein Titelbild ist diesmal sicher sehr provokant gewählt und der ein oder andere wird erkannt haben, dass diese Message eigentlich für Brustkrebs Patientinnen gedacht ist. Ich habe leider mehrere Freundinnen die mit diesem Thema bereits intensiv konfrontiert wurden und letztendlich geht es eben auch in dieser schweren Situation darum, seinen neuen durch die Krankheit veränderten Körper anzunehmen, sich mit allem drum und dran zu akzeptieren.

